Man kann vernichtet werden, aber man darf nicht aufgeben.
Ernest Hemingway
Der Rückblick auf das Jahr 2005 und damit auf den Prozess gegen Michael Jackson wird auch im Nachhinein noch begleitet von ungläubigem Staunen und unfassbarem Kopfschütteln. Aber auch Trauer, angesichts dessen, was einem unschuldigen Menschen angetan wurde. Was ihm angetan werden konnte, dank einer höchst zweifelhaften Form der Justiz. Es folgt Dankbarkeit, dass letztendlich diese Justiz doch noch zu einer Rechtsprechung kam, die die Gerechtigkeit siegen ließ. Doch die Gerechtigkeit ist der einzige Sieger in diesem Prozess, dessen Hauptverhandlungen am 28. Februar 2005 begannen und dessen Finale mit einem Freispruch für Michael Jackson in allen Anklagepunkten am 13. Juni 2005 stattfand.

Von willkürlichen Abänderungen des mutmaßlichen Tatzeitraums über unglaubwürdige Zeugen; von der Verdrehung von simplen Tatsachen bis hin zu Angriffen sprichwörtlich unter der Gürtellinie seitens der Anklage; von der Verletzung der Menschenwürde, Demütigung, Rufmord, Verleumdung, über lächerliche, fehlerhafte Beweisführung; von Zeugeneinschüchterung und -beeinflussung bis hin zur Aufforderung, Meineid zu leisten; von gravierenden Widersprüchen in den einzelnen Zeugenaussagen bis hin zu Absprachen mit den Zeugen am Morgen der Verhandlungstage war in diesem Prozess, gerne auch als Farce bezeichnet, alles vorhanden, was zur Zerstörung eines Menschen beiträgt.
Glücklicherweise hat Michael Jackson überlebt. Doch der Preis dafür war hoch; niemand außer ihm selbst kann sagen, welche Wunden diese öffentliche Tortur hinterlassen hat.
Die Medien und die sensationslüsterne Öffentlichkeit sorgen trotz des Freispruchs in allen Anklagepunkten auch nach wie vor eifrig dafür, dass dieser Prozess und seine Verbindung zu dem größten Künstler unserer Zeit nicht in Vergessenheit geraten.
Und wenn uns und der Welt etwas in Erinnerung bleiben sollte, dann auf jeden Fall die erschreckende Tatsache, wie einfach es ist, eine berühmte und unschuldige Person ungeheuerlicher Dinge anzuklagen und eine Karriere und – was weitaus schlimmer ist – ein Menschenleben vollständig und nachhaltig zu zerstören.
Nur sehr wenige Partnerseiten wagen sich an diesen Jahrhundertprozess und keiner hat es bisher vollständig geschafft eine objektive Listung zu erarbeiten. Das liegt nicht zuletzt an der wenigen Objektivität und Ausführlichkeit des Prozesses selbst! Neben den verlinkten Seiten versuchen wir euch einen kurzen Überblick nach und nach zu erstellen.
Prozess 1
Der Prozess ist leider nicht bis zum Ende dokumentiert, dennoch in einer strukturierten und objektiven Art nach Tagen sortiert und mit einer jeweiligen Bilderauswahl versehen.
Prozess 2
Die wahrscheinlich umfangreichste und detailgetreueste Darstellung des Prozesses im deutschsprachigen Internet.