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Michael Jacksons Geschichten wandern in Windeseile um den Globus. Wir kennen sie seit Jahrzehnten, sie sind wie alte Bekannte, die uns dann und wann besuchen. Das Publikum hat es ja schon immer gewusst, mit dem kann was nicht stimmen. Das ist doch nicht normal. Und überhaupt – wie der schon aussieht!

Was haben wir nicht schon alles gehört von ihm! Elefantenmenschen im Keller, eine schlecht befestigte Nasenprothese, die Haut gebleicht mit Gott-weiss-was-für Methoden, dann und wann eine heimliche – vielleicht auch nur vorgegebene – Liebe zu einer Frau, Kinder aus dem Nirgendwo.

Hört man auf ihn, auf das, was er singt und sagt, ergibt sich ein anderes Bild. Das Bild eines Menschen, der vielen half und noch immer vielen hilft und Privates nicht preisgeben will. Der seine Kindheit nachholen möchte und sich in seiner Jugend als häßlich empfand. Vom Vater malträtiert, von Fans und Presse verfolgt.

Während er in Liedern aufopfernde Liebe predigt, scheinen in seinem Privatleben dunkelste Abgründe zu lauern. Vielleicht ist es dieser Gegensatz, der das Interesse an seiner Person und zahllosen angeblichen Enthüllungen ins Unendliche steigert. Schauermärchen, wie sie sich kein Drehbuchautor besser hätte ausdenken können, gruselig und spannend und voller Geheimnisse. Immer neue Absonderlichkeiten treten zu Tage. Aus Dr. Jekyll wird Mr. Hyde, aus einem gefeierten Musikgenie ein gemeiner Verbrecher, aus dem hübschen Jungen, der eben noch um seine Freundin herumtänzelte, ein faulender Zombie – so präsentieren ihn Medienmacher mit leidenschaftlicher Ausdauer.

Trüge man alle Gerüchte, die jemals um ihn kursierten, zusammen – es wäre kaum zu glauben, dass sie im Leben eines einzigen Menschen überhaupt Platz finden könnten.
Michael Jackson habe eine Bakterienphobie. Er bade in Mineralwasser. Er bade in Schafsblut. Er schlafe in einem Sauerstoffzelt. Er schlafe in einem Sarg. Er sei Zeuge Jehovas. Er sei Moslem. Er sei schwarz. Er sei weiß. Er habe ungewöhnliche Genitalien. Er sei asexuell. Er sei schwul. Er habe Sex mit Affen. Er habe Sex mit Kindern. Er sei eine Frau. Er sei seine Schwester Latoya. Er sei steinreich. Er sei pleite. Er habe 42 Kühe schlachten lassen, um seine Feinde zu verfluchen. Er sei bei klarem Verstand. Er sei verrückt. Er sei von Elvis' Geist besessen. Er habe einen Schrein für Elisabeth Taylor errichtet. Er sei selbstmordgefährdet. Er wolle ewig leben. Er sei ein Außerirdischer.
Gerüchte sind sicherlich auch Spiegel der Bedürfnisse eines Publikums nach Unterhaltung.
„So ein Tag im Leben ist wie ein ganzer Fernsehtag. Wenn morgens das Fernsehprogramm beginnt, läuft es den ganzen Tag pausenlos – und so ist das auch bei mir. Am Ende des Tages ist der ganze Tag ein Film, ein Film fürs Fernsehen“ schrieb Andy Warhol. Bei Michael Jackson scheint der Film ein Leben lang zu dauern.

Man unterstellt Jackson vieles, nur eines nicht: ein gewöhnlicher Mensch zu sein. Gleichsam überirdisch mutet er manchmal an, betrachtet man Videos und Bühnenshows. Menschlichkeit erhält er in der öffentlichen Wahrnehmung scheinbar allein durch Verfehlungen. Man holt ihn sich zurück. Das Publikum reibt sich die Hände. Mal sehen, was sich morgen tut.

Im schnellen Informationszeitalter sind alle News über Michael und seine Familie fast im Augenblick ihres Erscheinens in den Foren nachzulesen und zu diskutieren. Bei den folgenden Links geht es vielmehr um die Präsentation und Aufarbeitung der News zum Zweck des fundierten Nachschlagens.

News 1
MJJ-Support bietet News und die Einladung selbst aktiv zu werden.

News 2
News bei MJ@ckson.net

News 3
MJJF Europe News (englisch)


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